Scheidrundweg


großer Scheidrundweg

Ausgangspunkt für den ca. 8 km langen "großen Scheidrundweg" ist die Wandertafel auf dem Parkplatz der Freizeitanlage "Am Sauerbrunnen". Die Freizeitanlage "Am Sauerbrunnen" ist im Bereich der Heilquelle "Volkmarser Sauerbrunnen" geschaffen worden. Für die Anfahrt per Pkw folgen Sie den Heinweisschildern Freizeitanlage und Heilquelle. Der große Scheidrundweg ist markiert als "V1". Der Weg führt Sie - ausgehend von der Wandertafel in nördlicher Richtung - über den Fuß- und Radweg bis zum Ende der Heckenanlage, dort überqueren Sie die Ehringer Landstraße und folgen dem Hinweisschild Richtung Stadt Volkmarsen. Sie überqueren die Erpe und biegen nach ca. 400 m nach links in den großen Scheidrundweg, dem Sie in östlicher Richtung folgen. Der Weg ist nunmehr vollständig mit dem Wanderzeichen - V1 - ausgezeichnet und führt Sie im Tal der Erpe entlang. Nach ca. 2 km steigt der Wanderweg im Wald und am Waldsaum aufwärts bis zur Hochfläche des Naturschutzgebietes "Scheid". Ausgehend von dem Turm der Scheidwarte, dem höchsten Punkt des Naturschutzgebietes führt Sie der Weg an der südlichen Grenze des Naturschutzgebietes entlang zurück nach Volkmarsen. Sie erreichen die Bebauung Scheidfeld und folgen der Eichenstraße talwärts, biegen links in die Ellingser Str. ein, der Sie talwärts folgen. Am Ende dieser Strasse biegen Sie rechts ab in den Schradweg. Nach der Unterquerung der Bahnlinie folgen Sie rechts abbiegend dem Rad- und Wanderweg V1, den Sie nach ca. 200 m links abbiegend verlassen und folgen dem Fusswg in Richtung zurück zum Ausgangspunkt - der Freizeitanlage "Am Sauerbrunnen".    

kleiner Scheidrundweg

Das Naturschutzgebiet Scheid wird durch Wanderwege bis zu Aussichtspunkten und durch den kleinen Scheidrundweg in Verbindung mit dem großen Scheidrundweg dem Wanderer erschlossen. Erst auf diesen Wegen kann man die Flora des typischen Kalkmagerrasens am Wegesrand finden.Der kleine Scheidrundweg führt Sie am jeweiligen Ende auf den großen Scheidrundweg.

Naturschutzgebiet Scheid bei Volkmarsen

Auf dem Scheid bei Volkmarsen befinden sich die größten Kalkmagerrasen im Kreis Waldeck-Frankenberg. Sie wurden mit den angrenzenden Waldflächen 1987 mit einer Fläche von 88,64 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Gebiet liegt am Stadtrand von Volkmarsen - zwischen Volkmarsen, Ehringen und Lütersheim - in einer Höhenlage von 250 bis 284 m ü. NN:
   
Das Naturschutzgebiet hat vor allem wegen einer Vielzahl seltener und geschützter Pflanzen eine bundesweite Bedeutung und wurde vom Land Hessen für das Europäische Schutzgebietssystem NATURA 2000 vorgeschlagen.
    
    

Pflanzenwelt
    
Der Scheid-Höhenrücken und die Hänge wurden seit sehr langer Zeit als Weideland genutzt. Durch diese Nutzungsform hat sich der artenreiche Kalkmagerrasen mit seltenen Pflanzenarten ausgebildet und bis heute erhalten. Hervorzuheben sind die Orchideenvorkommen. In einer grösseren Anzahl treten "Stattliches Knabenkraut", "Dreizähniges Knabenkraut" und "Fliegen-Ragwurz" auf. Weiterhin kommen "Bienen-Ragwurz", "Kleines Knabenkraut", "Großes Zweiblatt", "Mücken-Händelwurz", "Weisse Wandhyazinthe" und "Vogelnestwurz" vor. Die Enziane sind mit "Deutschem Enzian", "Fransen-Enzian" und "Kreuz-Enzian" vertreten. Sie gelten als Weidezeiger und Charakterarten des "Enzian-Schillergras-Rasens", der eine typische Pflanzengesellschaft des Kalkmagerrasens ist. Eine besondere Seltenheit des Gebietes ist das "Heideröschen", auch "Nadelröschen" genannt. Es wurde hier erst 1986 von Botanikern entdeckt und gehört in Hessen zu den vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten. Es hat sich besonders an trockene und warme Standorte angepaßt, die vorwiegend in südlichen Bundesländern vorkommen.
    
    

Pflegemaßnahmen, Naturschutz und Erholung
   
Die Kalkmagerrasen sind durch Beweidung entstanden und erhalten geblieben. Die Standorte haben eine geringe Wuchsleistung, die unter den heutigen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft eine ökonomisch vertretbare Bewirtschaftung weitgehend ausschliessen. Die Landwirte erhalten für die Pflegeleistung durch Beweidung und Rücknahme der Gehölze eine finanzielle Entschädigung. Seit 1988 sind Landwirte mit der Pflege der Kalkmagerrasen befaßt. Neben der Hute mit Schafen und Rindern werden regelmäßig aufkommende Gehölze entnommen. Die gute Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz hat sich in dem Gebiet inzwischen bewährt. Das Naturschutzgebiet hat für den Arten- und Biotopschutz eine große Bedeutung, kann aber auch für Naturbeobachtungen und Wanderungen genutzt werden. Hierzu sind mehrere Rundwege markiert und mit Sitzbänken ausgestattet. Sie können die Ziele des Naturschutzes unterstützen, wenn Sie sich rücksichtsvoll verhalten, vor allem: - Hunde an der Leine halten, - nicht lagern, zelten oder Feuer anzünden, - keine Abfälle hinterlassen oder lärmen, - keine Pflanzen und Tiere beeinträchtigen und - für Ihre Wanderungen die Wege